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Was man bei der Fellpflege seiner Maine Coon Katzen alles lernen kann ;-)
Was die Fellpflege unserer Katzen betrifft, leben wir mit zwei Extremen zusammen: Charly und Peggy genießen sie hingebungsvoll und Brummsel findet Bauchfell kämmen zum Abgewöhnen.
Und das, obwohl sie es alle drei von klein auf gewöhnt sind.
Zum einen haben sie es beim Züchter als Selbstverständlichkeit kennen gelernt und zum anderen haben wir die Fellpflege bei den dreien schon als Kitten regelmäßig durchgeführt.
Brummsel hat aber das Pech den dicksten Pelz zu haben und leider auch am ehesten Knoten zu entwickeln. (Das liegt weniger an ihrer Fellqualität, sondern eher daran, daß sie ihren Kragen häufig im Futter hängen hat. Auch trägt ihre "Rubens"-Figur nicht dazu bei, ihre eigene Fellpflege zu erleichtern). Meine regelmäßigen "Angriffe" auf ihr Fell findet sie reichlich unverschämt und gibt mir das auch deutlich mit meckern, knurren und manchmal sogar fauchen zu verstehen. Dann ist allerdings der Zeitpunkt spätestens gekommen, an dem ich sie deutlich daran erinnere, daß ich in der Rangordnung über ihr stehe.
Aber ich versuche schon, den Zeitpunkt zur Fellpflege möglichst so zu wählen, daß sie zufrieden schnurrend bei mir auf dem Schoß liegt. Auch ist es hilfreich, wenn ich Brummsel etwas öfter und dafür nicht zu lange bei den einzelnen "Friseurterminen" kämme.
Seit sie wieder ein erhöhtes Interesse am Spielen zeigt, ergreife ich die Gelegenheit und belohne sie nach erfolgreicher Fellpflege mit einer Spielrunde. Seitdem herrscht Waffenstillstand: sie brummelt nur manchmal noch ganz leise vor sich hin. Und manchmal vergisst sie sogar das Brummeln und schnurrt laut weiter :-)
Gott sei Dank sind Charly und Peggy begeisterte Empfänger von etwas rauheren Streicheleinheiten mit Bürste und Kamm. Im Normalfall kämme ich sie ungefähr 2 bis 3 mal im Monat, während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst mindestens einmal pro Woche und bei Bedarf natürlich öfter.
Sollte das Fell vom Coonie-Kragen oder -Schwanz fettig aussehen, hilft eine Trocken-Reinigung z. B. mit Euformal, das auch für Jungtiere geeignet ist und kein Formaldehyd enthält.
Wenn das Fell eurer Samtpfote allerdings ohne erkennbaren Grund sehr fettig werden und vermehrt Schuppen zu sehen sein sollten, besucht bitte vorsichtshalber den Tierarzt: Es können durchaus gesundheitliche Probleme vorliegen.
Mein bisher einziger Versuch mit einem Teebaumöl-Pflegespray hat selbst unseren ansonsten geduldigen Charly zum Aufstand verleitet. Glücklicherweise: Damals waren gerade die ersten Teebaumöl-Produkte auf dem Markt und es war uns noch nicht bekannt, daß diese für Katzen toxisch = giftig sind.
Als wir ihm allerdings Anfang 2003 ganz vorsichtig seinen Schwanz gebadet haben (nicht nur potente Maine Coon Kater und Katzen können zum Fettschwanz neigen, auch Kastraten) hielt er überraschenderweise ganz still und kuschelte sich nur etwas fester an mich, während Dirk den Schaum wieder gründlich ausspülte und das Fell trocknete.
Seine Geduld und sein Vertrauen hat uns - wieder einmal - sehr berührt.
Er war immerhin bei diesem ersten Versuch schon 7 Jahre alt!
Feuchte Bäder werden auf jeden Fall eine Ausnahme bleiben, da sie bei zu häufiger Anwendung der Haut schaden können. Sollte es trotzdem mal notwendig sein, verwendet bitte ein mildes katzengeeignetes Shampoo.
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