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Ganz ehrlich: als ich das erste Mal einen Kater kennenlernte, der nur an der Leine seinen Garten auskundschaften durfte, hatte ich damit arge Schwierigkeiten. Es war mir zwar klar, daß diese Maßnahme seine Lebenserwartung wahrscheinlich sehr steigern würde, aber eine Katze an der Leine?!

Strolch, Dirks erster Kater, belehrte mich sehr eindrucksvoll darüber, daß er auch als Leinen-Kater sein Leben in vollen Zügen zu genießen wusste. Sogar Vögel schaffte dieser Moppel, (trotz Leine!) aus der Luft zu holen. Und seine Dosenöffner hatte er geradezu unverschämt in der Pfote. Er hatte diese Lebensweise dem Menschen zu verdanken, der seine Mutter mit gerade mal zwei Jahren überfahren hatte...

Als wir uns dann eine gemeinsame Wohnung suchten, war die Frage, ob Katzenhaltung erlaubt sei, das Entscheidungskriterium für uns. Wir durften, aber die Einschränkung kam sofort: Nur in der Wohnung!
Das Argument für diese Einschränkung lebte mit unseren Vermietern zusammen: Es handelte sich dabei um eine blauhaarige ältere kastrierte Katzendame, die in weitem Umkreis als Schlägertype bekannt war - und bisher jede Katze, die versucht hatte, auf diesem Grundstück Pfote zu fassen, davon überzeugt hatte, sich lieber anderswo ein zu hause zu suchen ...

Dirk fand den Gedanken an eine Wohnungskatze gar nicht schlimm, weil er es gewesen war, der damals seine Mohrle tot aufgefunden hatte. Ich knirschte immer noch etwas mit den Zähnen, fand mich aber unter einer Bedingung bereit, mich darauf einzulassen: So etwas würde ich nur einer Katze zumuten, die den Freilauf nie kennen gelernt hatte und ihn deshalb hoffentlich auch nie vermissen würde!

Eine Entscheidungshilfe war in unserem Fall auch die Nähe zur Bundesstraße: gerade mal 500 Meter von unserer Wohnung entfernt. 

Von einer Nachbarin hörten wir, daß sie die Katzenhaltung aufgegeben habe, nachdem ihr mehrere Katzen nacheinander vergiftet worden waren.

Und als wenn das nicht reichen würde, haben wir durch Freunde, die ihre Mieze verloren, außerdem erfahren, daß es durchaus Jäger gibt, die auch innerhalb von Wohngebieten auf Katzen schießen ...

Zu diesem Zeitpunkt hatten wir uns schon mit dem Gedanken an eine Maine Coon angefreundet und einen Termin zum "Vorstellungsgespräch" mit Familie Schwermer, Maine Coon Hobbycattery of Forestsprite, ausgemacht. Und bei dieser Gelegenheit erfuhren wir, daß wir zwar durchaus als potentielle Dosenöffner in Frage kommen würden, aber eben nur, wenn wir Charly nicht freilaufen lassen würden! Auch unseren Balkon müssten wir als Sicherheit für den kleinen Rabauken mit einem Katzennetz versehen.

Auf ein weiteres Problem, daß durch Freilauf entstehen könnte, wurden wir jetzt deutlich hingewiesen:
(Rasse)-Katzen, die in ihren bisherigen Lebenswochen nur positive Erfahrungen mit dem Menschen gemacht haben, werden im Zweifelsfall auch außerhalb der sicheren Wohnung bzw. des Grundstücks Fremde erst einmal freudig begrüßen - ohne zu ahnen, daß diese eine Gefahr für sie bedeuten können! 

Mittlerweile hatten wir noch eine weiteren Grund für die Wohnungshaltung kennen gelernt: zwei Wiesen hinter dem Haus, in dem wir zur Miete wohnten, hielt einer unserer Nachbarn außer Ziegen und Schafen verschiedene Geflügelsorten und im Frühjahr gab es dort jede Menge Küken ...

Im Herbst nach seinem Einzug bei uns, guckte Charly (an der Leine) bei unseren Spaziergängen schon die erwachsenen gefiederten Nachbarn sehr scheel an - wer weiß, auf was für Gedanken er beim Anblick von kleinen Flaumkugeln gekommen wäre!  

Für uns ist es längst keine Frage mehr: Wenn, dann bitte nur gesicherten Auslauf an der Leine oder in einem abgesicherten Garten, Aussengehege oder Balkon.


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Last Update = Letzte Aktualisierung:
2010-05-03