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Pfad: Home pfeil rechts Maine Coon pfeil rechts Die Maine Coon Katze, eine waschechte Amerikanerin!

willowplace cinderella(Text: Rudi Schwermer)
Die Maine Coon ist eine Naturformkatze, die aus den Wäldern und Buschtälern Nordamerikas stammt.
Über den Ursprung gibt es viele Legenden. Da der buschige Schwanz der braun-gestromten Maine Coon Ähnlichkeit mit dem eines Waschbären hat, besagt eine Legende, daß es sich um eine Verpaarung aus Waschbär und Katze handelt. Diese Geschichte hat jedoch allenfalls bei der Namensgebung der Maine Coon eine Rolle gespielt. Das englische Wort für Waschbär ist "racoon".

Glaubwürdiger klingt da schon eine Erzählung über Neuengland-Seeleute, die im 18. und 19. Jahrhundert türkische Angorakatzen nach Amerika brachten, die sich mit den bereits anwesenden Katzen des nordamerikanischen Kontinents und möglicherweise auch mit dem Rotluchs (lat.:Lynx rufus, engl.: bobcat) vermischten. Alles weitere ergab sich dann durch natürliche Auslese.
lynx rufus / COPYRIGHT!
Bereits Jules Verne berichtete in einer seiner Abenteuergeschichten in Amerika von einer Katze mit langem buschigen Schwanz, größer als eine Hauskatze, die sich hungrig auf einen Wanderer stürzte. Die genaue Geschichte der Maine Coon bleibt unergründet. Tatsache ist jedoch, sie ist ohne züchterischen Einfluss des Menschen entstanden, also nicht das Ergebnis einer Zucht! Das Zuchtziel eines Maine Coon Katzenzüchters muss daher die Erhaltung dieser uns von der Natur anvertrauten wunderschönen und charakterlich ausgewogenen Katzenrasse sein. Da es nur eine Maine Coon-Katzenrasse gibt, muss außerhalb Amerikas darauf geachtet werden, daß der Unterschied zu den amerikanischen Maine Coon Katzen nicht zu groß wird.

Das Interesse an der Maine Coon führt bereits im Jahre 1953 zur Gründung des Central Maine Coon Cat Club im Bundesstaat Maine (USA). 1968 wurde die Maine Coon Breeders & Fanciers Association (MCBFA) gegründet. Dieser Verein ist, mit inzwischen fast 1.000 Züchtermitgliedern, die größte Interessengemeinschaft von Maine Coon Katzenzüchtern und -liebhabern.

1970 erkannte die Canadian Association, als erste der großen Organisationen, die Maine Coon an. Es folgten die einzelnen Katzenvereine der USA und als letzter großer Verein die Cat Fanciers Association (CFA). In Europa wurde die Maine Coon zunächst nur von den autonomen (unabhängigen) Vereinen in Deutschland anerkannt.

Nun aber etwas zur Katze selbst. Es bestehen falsche Vorstellungen hinsichtlich des Gewichtes dieser Rasse. Das Gerücht von den Riesen unter den Katzen, die 20 kg schwer werden, ist sehr weit verbreitet. Der Grund für dieses Missverständnis ist wohl der Eindruck: die hohen kräftigen Beine, der lange buschige Schwanz. Falsch ist auch, sich nur eine braun-gestromte Maine Coon Katze vorzustellen. Es gibt sie in allen Farben, außer Colour-Point (Perser / Siam) und Chocolate (Burma).

Maine Coon Katzen sind sehr gesellige Hausgenossen, sie lieben die Gesellschaft anderen Katzen und Menschen. Untereinander herrscht eine ruhige Atmosphäre und Zuneigung. Die Haltung als reine "Wohnungskatze" ist kein Problem, wenn man einige wichtige Regeln einhält. Es sollte ausreichend Platz in der Wohnung vorhanden sein. Jede Katze muss die Möglichkeit haben, sich in einen ungestörten Bereich zurückziehen zu können. Um Katerkämpfe zu vermeiden, sollte man sich auf die Haltung eines einzelnen Katers beschränken.

Die "Unterhaltung" der Maine Coon ist ausgeprägter als bei anderen Katzen. Neben dem normalen Miau sind auch zirpende und gurrende Töne zu hören, aus denen deutlich Wohlbefinden, Unbehagen und manchmal auch Wut herauszuhören ist.
forestsprite gilly
Herausragend ist der lange buschige Schwanz. Längen von 35 bis 40 cm und mehr sind keine Seltenheit. Am Schwanz befinden sich sehr lange Haare und wenig Unterwolle. Maine Coon Katzen haben die Fähigkeit, sich sehr klein "zusammenzufalten" und sich mit ihrem Schwanz vollständig zuzudecken. Sie lieben es geradezu, sich in sehr kleine Kartons oder Taschen zu zwängen. Man fragt sich immer wieder, wie sie dort hineinpassen.

Zwischen den Fußballen haben sie lange Haarbüschel, die wie Schneeschuhe, ein tiefes Einsinken in den Schnee verhindern sollen. Interessant ist auch, wie sie die Vorderpfoten als Werkzeug verwenden. Sie holen sich einzelne Brocken aus dem Fressnapf und fressen aus der Pfote. Auch Wasser wird auf diese Weise zu sich genommen, was anschließend ein kräftiges Trockenschütteln notwendig macht. Wasser ist überhaupt sehr beliebt, ein tropfender oder fließender Wasserhahn ist immer ein beliebtes Spielzeug. Ein nasses Handwaschbecken ist ein begehrter Ruheplatz. Ein Bad lassen sie jedoch nicht freiwillig über sich ergehen. 

Die Ohren der Maine Coon sind sehr groß und stehen weit auseinander. Lange dichte Ohrbüschel lassen sie luchsartig aussehen. Manchmal sind auch Pinsel auf den Ohren zu sehen. Die Schnauze wirkt quadratisch und ist mittellang (= zwischen Perser und Siam), das Kinn kräftig. Der Kopf einer Maine Coon darf niemals "rund" sein!

Die Fellpflege ist unproblematisch, anders als bei den anderen Langhaarkatzen, bedarf es keiner sehr intensiven Pflege.

Eine Maine Coon ist erst im Alter von drei bis vier Jahren richtig ausgewachsen. Zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahr erfolgt meistens noch einmal ein Wachstumsschub. Wer sich für ein Maine Coon Kätzchen entscheidet, muss daher abwarten können. Diese Geduld wird jedoch belohnt!

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Last Update = Letzte Aktualisierung:
2010-03-19