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Pfad: Home pfeil rechts Über uns pfeil rechts Gilly, die Jagdgefährtin

Als Charly schon mit 4 Monaten extreme King-Louis-Anwandlungen entwickelte (andere würden vielleicht sagen, er verhielt sich sehr dominant anderen Katzen und selbst einer großen Schäferhündin gegenüber), beschlossen wir , daß es dringend Zeit wurde, sich nach einer Jagdgefährtin für ihn umzusehen.

Na gut - ich gebe es zu: ich, die Dosiline, beschloß und habe dann Dirk von der Notwendigkeit überzeugt. War aber nicht wirklich schwer ;-) Nachdem anfangs er derjenige gewesen war, der für möglichst bald Verstärkung plädierte, war nun ich es, die aus verschiedenen Gründen das Gefühl hatte, wir sollten nicht länger warten. Zum einen war Dirk von montags bis freitags in diesen Monaten im Aussendienst und ich war auch diverse Stunden ausser Haus. Für Charly war das weniger ein Problem: er nutzte die Zeit zum Schönheitsschlaf (und allem anderen, mit dem man sich auch alleine die Zeit vertreiben kann) und kam mir dann top fit entgegen, wenn ich endlich wieder da war "Hach, schön, daß du wieder da bist - dann können wir ja jetzt...!" Charlybär schien glücklich und zufrieden - aber trotzdem ...

Jetzt mußten wir uns also "nur" noch für eine potentielle Mama entscheiden und etwas warten. (Bei welchem Züchter war für uns gar keine Frage: Charly war ein außergewöhnlich überzeugender Botschafter. Das sollten nicht nur wir noch öfter feststellen).
Lach - im nachhinein stellte sich heraus, daß jeder von uns geglaubt hatte, dem anderen läge besonders an einem Kätzchen von Sandy of Forestsprite. Man sollte doch wirklich öfter miteinander reden ;-)

Aber in diesem Fall hatte trotzdem alles seine Richtigkeit: wir mochten Sandy beide - und sie uns auch :-)
Und wie auf Bestellung sollte Sandy im Oktober 1996 ihren ersten Wurf bekommen.
Wir warteten also mehr oder weniger geduldig, auf das was denn da kommen würde. Geschlecht war schon entschieden - es müßte ein Mädchen werden. Und bitte keine falschen Vorstellungen - DAS war nicht auf unserem Mist alleine gewachsen. Es gab da schon eindeutige Anzeichen, daß Charly auf Dauer keine weiteren Knilche in seiner Umgebung dulden würde, die mehr als 2 Beine ihr eigen nannten ...

Dann war es endlich soweit - Sandy wurde am 22. Okober Mama von 2 Kitten: ein silberner kleiner Kater und - ein kleines buntes Mädchen ... Die Jagdgefährtin war eingetroffen.

Nur - Carmen machte keinen besonders glücklichen Eindruck, als sie uns benachrichtige.
Gillys silbernern Bruder soll Fruchtwasser geschluckt haben und mit 14 Tagen an den Folgen gestorben sein.
So etwas gibt es - gar keine Frage, aber ich weiß noch, daß sich Carmen gar nicht sicher zu sein schien, was mit dem kleinen bunten Mädchen werden würde. Irgendwas war eigenartig, habe ich später noch gedacht. Aber das änderte nichts an unserer Entscheidung: Wir hatten sie noch nicht gesehen - aber wir waren uns so sicher, wie man es nur sein kann: genau dieses Mädchen mit dem leuchtenden roten Stern auf der Stirn sollte bei uns einziehen ... Einen Namen hatte ich für sie auch schon. Gilli (scottish für Jagdgefährte).

In der Zwischenzeit hatte Sandy schon ganz deutlich klargemacht, wo sie ihre Tochter versorgen wollte: besondere Kitten brauchen eine aussergewöhnliche Umgebung. Und das Schlafzimmer der Züchter war in ihren Augen gerade richtig. Verschiedene Versuche sie zu überzeugen, sie könne doch auch ... verliefen ins Leere. (Wir sollten schon sehr schnell lernen, daß ihre Tochter diesen starken Willen auch mitbekommen hatte - und wurden auch später immer mal wieder daran erinnert.)

Brummsel, wie die Kleine gerufen wurde, verbrachte die ersten 12 Wochen ihres Lebens als "Einzelkind". Und so wurde das kleine Kitten von allen Mitgliedern des Haushaltes (mit und ohne Fell) von morgens bis abends verwöhnt. Carmen unkte nach einiger Zeit, es wäre gar nicht so sicher, daß die kleine Gilly bis zu ihrem Umzug Chancen hätte, die Benutzung der Katzentoilette zu lernen, weil immer eine von den Katzen bereit wäre, ihr den Gang zu ersparen ;-)

Wir vermuteten übrigens damals, Gilly hätte ihren Spitznamen ihrer Schnurrerei zu verdanken, aber das war ein Trugschluß...
Carmen dachte nicht an das BRUMMEN des Schnurrens, sondern an das eines Drehkreisels.
Unsere Kleine war nämlich sehr energiegeladen!

Gilly beschloß auch ziemlich früh, daß sich der einzig wahre Platz zum Schlafen auf Rudis Ohr befinden würde. Einen Wecker brauchte er bis zu ihrem Auszug auch nicht mehr: Morgens biß sie ihm liebevoll in die Nase, wenn er nicht wach werden wollte ...

Zu diesem Zeitpunkt hatten wir Brummsel schon einmal besucht. Als wir ihr am Nikolaustag das zweite Mal die Aufwartung machten, meinte Carmen noch freudestrahlend zu mir: "Sie wird auch noch viel mehr rotes Fell gekommen!" "Leise", zischte ich ihr zu, "sonst bekomme ich sie nie mit nach Hause!" Dirk hatte sich nämlich mit Müh und Not auf ein Kätzchen in dieser Farbe eingelassen und zwar mit den Worten: "Na ja, bis auf den roten Fleck auf der Stirn ist ja Gott sei Dank kaum rotes Fell zu sehen."
Ehrlich - so viel rot ist doch gar nicht durchgekommen ;-) : Wie formulierte es M. Biausse in ihrem Richterbericht vom 19.04.1997 so schön: "Very nice fur in texture and torbie colour, hot on the back."

Keine Ahnung wie weit ihre Farbe daran beteiligt war (man sagt bunten Mädchen so einiges nach) - aber auch an ihrem Umzugstag sorgte Gilly dafür, daß man sie nicht so schnell vergessen sollte: Sie klaute Carmen die Wurst aus der Suppe ... und mir zum Einstand einige Tage später die Nudeln ...


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Last Update = Letzte Aktualisierung:
2010-12-26